Wie erst kürzlich von Logistik Heute gemeldet wurde, suchen viele Unternehmer der Transportbranche händeringend nach geeignetem Nachwuchs. Logistiker werden heute in den Unternehmen mit anspruchvollen Führungsaufgaben betraut, aber selbst Berufseinsteigern mit akademischer Ausbildung fehlt häufig der Praxisbezug.
Daher setzen Fachhochschulen wie die Europäische Fachhochschule Brühl auf die wichtige Vermittlung von praxisnahen Lerninhalten und auf enge Kooperationen mit lokalen Unternehmen der Branche.
Besonderen Wert wird in der Ausbildung gelegt auf Distribution, Produktions- und Beschaffungslogistik, Marketing und Vertrieb, Materialwirtschaft und technische Logistik. Aber noch immer scheint das Berufbild des Logistikers bei den Jugendlichen stark unterbewertet zu sein. Oftmals wird der Logistiker als Lagerarbeiter interpretiert, bestenfalls als Disponent einer kleinen Flotte von Speditionsfahrzeugen.
Mittel- und langfristig dürfte sich dies jedoch glücklicherweise ändern. Denn die Branche ist sich des Problems bewusst ist und steuert durch entsprechende Marketingkampagnen dagegen. Die vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben des Berufs haben sich herumgesprochen und das Bild attraktiver gemacht. Auch die Bezahlung ist deutlich besser als der Durchschnitt der Industrie.
Außerdem stehen der heutigen Generation von Verantwortlichen in der Branche heute Hilfsmittel zur Verfügung, von denen ihre Vorgänger nur zu träumen wagten.
Disponenten und Manager arbeiten mit modernsten Flottenmanagement Systemen wie z.B. die des weltweiten Anbieters Digicore, der mit seiner Ctrack Reihe und modularen Zusätzen heute die gesamte Kette eines Logistikunternehmens digital abbilden kann.
Hoch komplexe Zusammenhänge aus Beschaffung, Lagerung und Just in Time Lieferungen lassen sich intuitiv, leicht und grafisch aufgearbeitet in Echtzeit auf dem Bildschirm aufzeigen. Tracking-Funktionen erlauben jederzeit die Lokalisierung eines jeden einzelnen Fahrzeuges und liefern gleichzeitig wichtige Betriebsdaten wie den aktuellen Kraftstoffverbrauch und Geschwindigkeit und sorgen somit auch für die Verbesserung der Fahrsicherheit und für die Unfallverhütung.
Flotten ab 50 Fahrzeugen, die früher nur schwer oder gar nicht gleichzeitig beobachtet und disponiert werden konnten, werden heute von wenigen und gut bezahlten Spitzenfachkräften optimal auf die Anforderungen der Kunden eingesetzt, beobachtet und gegebenenfalls blitzschnell umdisponiert. Ein spannendes und hoch interessantes Aufgabengebiet.

